Proprietär
Aus Palita
Proprietär bedeutet etwa "im Eigentum stehend" oder "jemandem zugehörig" und bezeichnet jegliche Software, die nicht zu freie Software zählt.
Nachteile
Proprietäre Software hat viele Nachteile gegenüber freier Software. So ist proprietäre Software meist kostenpflichtig, oft teuer, schlecht zu beeeinflussen und der Quelltext nicht einsehbar.
Nicht einsehbarer Quelltext hat den wesentlichen Nachteil, dass niemand außer den Entwicklern selbst in der Lage ist, nachzuvollziehen, was das Programm tut und wie es funktioniert - es also zu studieren. Vertraut man dem Entwickler zu 100% kann das vernachlässigt werden, aber das ist extrem selten der Fall und sollte auch selten der Fall sein. Es ist ohne Probleme möglich, in ein Programm einzubinden, dass es private Daten etwa zur Marktforschung oder zur Überwachung über das Internet an eine Zentrale schickt die diese Daten auswertet. Bei Programmen, deren Quelltext nicht einsehbar ist, würde das nicht zwingend auffallen und so die Privatsphäre enorm verletzen. In der Geschichte gab es bereits mehrere bekannte Fälle, in denen private Daten ohne das Wissen des Benutzers weitergegeben wurden.
Ein weiterer Nachteil ist, dass Entwickler keine Erweiterungen oder Modifikationen für die Software erstellen können. Es sollte aber eigentlich auch im Interesse des Herstellers liegen, das Programm zu verbessern.
Proprietäre Protokolle, wie z.B. Instant Messaging-Protokolle können nicht in anderen Programmen eingesetzt werden, sowohl weil oft in den Nutzungsbedingungen festgelegt ist, dass die Nutzung der Protokolle in inoffiziellen Programmen untersagt ist, als auch weil man das Protokoll nicht nachvollziehen kann. Es ist zwar oft möglich durch einige Tricks hinter die Kulissen zu gelangen, aber das ist mit viel Zeitaufwand verbunden und nicht selten nur teilweise kompatibel. Das führt dazu, dass es für einige Protokolle keine Clients für andere Betriebssysteme als Windows verfügbar sind. Auch das sollte nicht im Interesse des Entwicklers liegen.
Weiterhin bestehen Sicherheitsrisiken bei proprietärer Software: zum einen, weil es schwerer ist Fehler zu finden (diese sogenannten Bugs werden mehr oder weniger durch Zufall vom Anwender gefunden, nicht unbedingt durch Testprogramme), auch, weil es weniger Entwickler gibt; zum anderen, weil wesentlich weniger Entwickler am Quelltext beteiligt sind und somit leichter etwas übersehen können. Auch die Beseitigung von Bugs kann länger dauern oder weitere Bugs hervorrufen.
Beispiele
Bekannte proprietäre Software
- Microsoft Windows
- Adobe Photoshop
- Adobe Reader
- ICQ
- MacOS X
- Internet Explorer
- Windows Media Player
- Outlook Express
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