Linux
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Linux ist ein Betriebssystem, dass von Unix abgeleitet und unter einer Quelloffenen Lizenz veröffentlicht ist.
Linux bezeichnet eigentlich den Linux-Kernel, der nur den Kern eines Betriebssystems darstellt. Es kann aber auch das Betriebssystem GNU/Linux bezeichnen oder andere Distributionen
Linux wurde 1991 von Linus Torvalds entwickelt und mit der GNU General Public License (GPL) lizensiert.
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Kernel
Der Kernel eines Betriebssystems stellt eine Schnittstelle zwischen Hardware und Software da, ein Kernel ist also eine Hardwareabstrahierende Schicht (engl. Hardware Abstraction Layer, kurz HAL). Der Kern wird benötigt, damit Software auf einem PC nicht für jede Hardware programmiert werden muss, sondern lediglich für ein Betriebssystemkern, der Kern übernimmt dann die Kommunikation und Verarbeitung mit sämtlichen im PC vorhandenen und für die Software benötigten Geräte (Grafikkarte, CPU, Tastatur / Maus, Drucker, USB usw.).
Weitere Informationen: wikipedia:Betriebssystemkern.
Der Linux Kernel ist fast komplett in C geschrieben und mittlerweile auf verschiedensten Geräten (Architekturen) lauffähig, unter anderem 32 und 64-Bit PCs, Handys & Smartphones, Spielekonsolen und viele weitere. Dies ist einer der vielen Unterschiede zu Microsoft Windows, das eigentlich nur für PCs verfügbar ist und nicht für die Vielzahl von anderen Prozessor-Architekturen.
Wenn du noch ein Neuling im Bezug auf Linux bist, wird dich der Kernel an sich kaum interessieren, dennoch gibt es den Kernel zum Download und weitere Informationen unter der offiziellen Webseite http://kernel.org.
Distribution
Definition
Eine Linux-Distribution ist die Kombination des Linux Kernels und diverser Software um den Betrieb für Benutzer zu ermöglichen - eine Distribution ist also das eigentliche Betriebssystem.
Es gibt sehr viele Linux-Distributionen, eine genaue Zahl kann an dieser Stelle nicht genannt werden, aber es sei gesagt, dass auf der pouplären Webseite http://distrowatch.com fast 600 verschiedene Distributionen verzeichnet sind[1].
Da davon aber viele auf anderen Distributionen aufbauen oder Abwandlungen sind und viele keine große Bedeutung für Normalbenutzer darstellen, lässt sich die Anzahl auf unter 20 eingrenzen.
Die bekanntesten Distributionen sind unter Liste der Linux Distributionen vorgestellt und verglichen.
Für alle Linux-Distributionen gilt natürlich, dass sie den Linux-Kernel beinhalten, somit entsteht eine gewisse Grundkompatibilität zu allen anderen Distributionen.
Hauptunterschiede
Die Hauptunterschiede zwischen den verschiedenen Distributionen sind die grundsätzlich enthaltenen Softwarepakete, die Art der Softwareverwaltung und die Grafische Oberfläche (engl. Graphical User Interface, kurz GUI). Es ist aber unter fast allen Distributionen möglich, sämtliche Freie Software für Linux in der Distribution zu installieren.
Gründe für Linux
Da der Quelltext für Linux veröffentlicht ist, gilt das gleiche wie für jede freie Software: man kann das System beliebig seinen Bedürfnissen anpassen, es (auch angepasst) weiterverbreiten und studieren.
Durch die im Gegensatz zu proprietärer Software großen Anzahl an Entwicklern, die am Kernel oder an den Distributionen mitarbeiten, können wesentlich mehr und einfacher Fehler entdeckt und behoben werden, mehr Sprachen unterstützt werden und mehr Erweiterungen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem ist es für Benutzer sehr einfach möglich Hilfe zu allen möglichen Problemen zu bekommen.
Kosten
Ein für viele Benutzer und Firmen entscheidender Vorteil von Linux ist der Kostenpunkt. Linux ist, wie für freie Software notwendig, komplett kostenlos. Dieser Aspekt sollte besonders für Firmen interessant sein, da man nicht für jeden Arbeitsplatz z.B. für Windows Vista Home Basic (günstigste Vista Version) etwa 180€ auszugeben, nur, damit auf den PCs eine jeweils etwa 250€ teure Office-Anwendung zum Briefe-Schreiben läuft, für die es natürlich auch kostenfreie, hochwertige Alternativen gibt. Dies gilt natürlich nicht nur für Office-Rechner, sondern auch für Grafikbearbeitung, Videobearbeitung, Programmierung, Kalkulation, Statistik, Verwaltung usw., es gibt für fast jede Software eine vergleichbare (oft auch bessere) Alternative.
Falls du dir jetzt denkst "Wieso Kosten? Ich lad' mir Windows runter, das kostet dann auch nichts und unterstütze Microsoft nicht mal!", hast du zwar recht, gehst aber 1. ein großes Risiko ein (du machst dich Strafbar) und 2. unterstützt du Microsoft, denn das ist Teil der Microsoft-Strategie.
zu 1.: Sollte sich eigentlich von selbst erklären. Mit etwas Pech - und sei es nur ein Irrtum der netten Polizei o.Ä. - wird dein PC beschlagnahmt und du musst mit den lästigen Folgen rechnen.
zu 2.: Es ist durchaus ein Vorteil für Microsoft, wenn du Windows oder sonstige kommerzielle Microsoft-Software illegal, also ohne Lizenz, betreibst. Es hat für Microsoft weiterhin den positiven Effekt, dass du dafür sorgst, dass die Software verbreitet bleibt und verbreitet wird. Es ist ein möglicher Weg zum Monopol. Denn: wenn die meisten Windows haben, brauchst du es irgendwie auch - die von Microsoft entwickelten Formate und Protokolle sind nicht offengelegt (proprietär), zur vollen Kompatibilität und richtigen, fehlerfreien Darstellung etwa von .doc-Dateien (Microsoft-Word Dokument) musst du es mit Microsoft Word öffnen. Seitens Microsoft und nach technologischen Möglichkeiten ist es durchaus realisierbar, einen viel stärkeren Mechanismus zur Validierung einer gültigen Lizenz zu verwenden. Könnte man Windows aber nicht mehr Hacken, würde die Nachfrage nach Windows sinken und die nach Alternativen steigen.
Virenschutz
Virenschutz für Windows ist kein großes Problem - man installiert sich einfach ein Virenscanner, sollte man meinen. Aber ein guter Virus (oder auch ein guter Wurm oder sonstige Schadsoftware), ein schlechtes oder fehlerhaftes Antivirenprogramm oder keine aktuellen Virendefinitionen wegen nicht durchgeführter, täglicher Definitionsupdates führt schnell dazu, dass man keine andere Wahl hat, als sein Festplatte zu formatieren und alles neu zu installieren. Im Vorteil ist, wer Backups hat, wenn diese nicht zu alt oder ebenfalls bereits infiziert sind.
Mit diesem Problem hat Linux nicht viel gemeinsam: Viren für Linux sind eine Rarität. Das kommt unter Anderem daher, dass Linux anders mit den Benutzerrechten umgeht. So hat ein Benutzer, der gerade im Internet surft, nicht das Recht, Software zu installieren oder auf Systemdateien zuzugreifen. Um das zu tun, muss man sich entweder erneut authentifizieren und somit eine Aktion bestätigen oder sich als Administrator authentifizieren.
Bei Windows hat man das Problem, dass der Standardbenutzer, der nach der Installation angelegt wird, über Administrationsrechte verfügt und somit das gesamte System manipulieren kann. Des weiteren gibt es bei Windows wesentlich mehr kritische Sicherheitslücken, die nahezu eine Einladung zum Hacken von Windows-Rechnern darstellen.
Man kann unter Linux wesentlich beruhigter surfen, CDs einlegen oder seine alltäglichen Arbeiten am PC verrichten. Dies gilt übrigens auch für MacOS X.
Das bedeutet nicht, dass die Gefahr eines Virus unter Linux unmöglich ist, aber im Vergleich zu Windows beinahe vernachlässigbar. Weiterhin gilt selbstverständlich keine Software auf PCs zu installieren, deren Quelle oder Ursprung man nicht vertraut.
Weitere Gründe
Es gibt unzählige weitere Gründe für den Wechsel zu Linux, hier ein paar davon
- Linux hält offizielle Standards ein, somit ist Kompatibilität zu anderen Systemen / Programmen meist selbstverständlich
- Linux wird in vielen bekannten und bestimmt von dir verwendeten Bereichen benutzt, darunter zählen
- das Internet (die meisten Webserver und Fileserver laufen auf Linux-Systemen)
- Email (die meisten Mailserver laufen auf Linux-Systemen)
- Router (eine Vielzahl an Routern, einschließlich WLAN-Router, laufen auf einem angepassten Linux-Kernel, um Sicherheit, Geschwindigkeit und Stabilität zu garantieren)
- Google nutzt eine veränderte Variante von RedHat
- Viele MP3-Player nutzen Linux
- Viele Supercomputer nutzen Linux (darunter auch der Schnellste von allen, der IBM Roadrunner, auf diesem läuft eine Variante von RedHat)
- Entgegen vieler Behauptungen und Gerüchten unterstützt Linux ein vielfach höhere Zahl an Hardware als Windows
- Geschwindigkeit: Es ist möglich, extrem schnelle Bootzeiten zu realisieren (auch unter 10 Sekunden)
- Linux läuft auf leistungsschwachen Geräten (Minimalanforderungen: 2MB RAM)
- Es gibt Linux-Distributionen als Live-CD, diese sind vollwertige Betriebssysteme, die von einer CD, DVD oder USB-Stick starten und keine veränderung an der Festplatte vornehmen
- Direkte Installation von Programmen über Paketverwaltung (z.B. apt-get install gimp - schon hat man eine Alternative zu Adobe Photoshop - kostenlos und frei)
- Kompatibilität zu Windows (Windows-Partitionen (FAT, NTFS etc.) sind unter Linux lesbar und beschreibbar, Datei- / Druckerfreigabe kompatibel, ...)
- Linux ist sexy!
- Linux macht sexy!